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HipHop, Beats
Di. 22.05.   20.00 h

BIG FREEDIA

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Tickets also at: Koka 36


flyer
BOX1

Big Freedia (US) *live*
Nvdes (Maison Nvdité/Kobalt/US) *live*

Doors: 20h
Show: 21h

Minimum age: 16

*Presale 15 € plus fee * Box Office 18 €*


Big Freedia: Die Queen Diva des Bounce

Bounce ist die Form des Rap, die u.a. für seine ausgesprochene Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten bekannt ist. Hier werden Drag Queens und homosexuelle Künstler genauso gefeiert wie straighte DJs und MCs. Tendenziell sogar mehr: Die größten Bounce-Stars sind Leute wie der leider 2014 verstorbene Nicky da B und die Queen of Bounce - Big Freedia.

Dass er das Zeug zur Rampensau hat, entdeckt Freddie Ross im High-School-Chor, den er lange dirigiert. Kurz darauf steht er mit der Bounce-Drag-Ikone Katey Red auf den schmuddeligen Bühnen der Nachtclubs und Sportbars von New Orleans. Er tanzt für sie, schmettert Background-Vocals und wird als ihr neuer Protegé in die wilde Bounce-Welt eingeführt. Dort heißt Freddie nur noch „Big Freedia Queen Diva” und rappt zu hyperaktiven Beats aus dem Drumcomputer, während junge Frauen um sie herum exzessiv mit dem Hintern wackeln.

Bounce ist eine repetitive und energetische Form des Hip Hop aus New Orleans, die Ende der 1980er Jahre entstanden ist und fast 20 Jahre lang underground war. Die Partymusik ist ganz klar auf die Interaktion mit dem Publikum ausgerichtet. Typisch dafür ist der Call-and-Response-Stil und ein fetter Bass.

Wie für die gesamte Musikszene von New Orleans ist Hurricane Katrina 2005 auch für Big Freedia ein Wendepunkt: Nach ihrem kurzen Exil in Texas ist sie eine der ersten Bounce-Rapper, die nach New Orleans zurückkehren und hier wieder für Lebensfreude sorgen. Seit 2010 wird die Lokalmatadorin auch von alternativen Clubs in New York und in anderen Städten der USA gebucht.

Die brachialen Beats ihrer Songs sind wie Schläge in die Magengrube, sie zwingen dich in die Knie - und das ist genau, wo Freedia dich haben will. „It definitely has a lot to do with the ass-shaking. It’s New Orleans bass music“, sagt sie selbst darüber, was vielleicht auch erklärt, warum Twerking in Louisiana schon seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire gehört.

Spätestens das Feature in Beyoncés Killer-Video „Formation“ hat Big Freedia auch hierzulande bekannt gemacht. Sie hat mit Diplo, DJ Snake und RuPaul zusammengearbeitet, und ihre Reality-Show „Big Freedia Bounces Back“ (in deren Rahmen sie einen offiziellen Guinnes-Weltrekord im Twerking für die meisten Mitmacher aufgestellt hat) lief bislang äußerst erfolgreich über sechs Staffeln.

Das 2014 erschienene Album „Just Be Free” ist ihrer ein Jahr zuvor gestorbenen Mutter gewidmet, die viel Einfluss auf Big Freedia und ihre Musik hatte. Es geht um die Freiheit auf dem Dancefloor. Die Leute sollen sich so ausdrücken können wie sie wollen – ob beim Tanzen oder in der Musik. Es gibt so viele Dinge, von denen man sich mit der Musik befreien kann: Stress, Liebe, Hass, Schmerz. Just be free. Freedom for all and equal rights for everyone! 

https://soundcloud.com/bigfreedia


Big Freedia

(US) Beats, HipHop

Nvdes

(Maison Nvdité/Kobalt/US) Elektro-Pop, Experimental

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