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Electronica

LAPALUX *LIVE*

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BOX1

Lapalux (Brainfeeder/UK) *live*

Doors: 20 h
Show: 21 h

*Presale 12 € plus fee * Box Office 15 €*


Achtung! Dies ist der Nachholtermin der kurzfristig ausgefallenen Show vom 27.05.17. Karten bleiben gültig oder können weiterhin zurückgegeben werden!

LAPALUX *LIVE* (Brainfeeder/Ninja Tune/UK)

Lapalux, spätestens bekannt seit seinem glitzernden Bootleg Remix von Gwen Stefani’s „Luxurious“, ist heute bei uns live am Start. Infolge einer ersten EP auf eigene Faust wird das Label Pictures Music im Jahre 2008 auf den talentierten Künstler Stuart Howard, so Lapalux’ bürgerlicher Name, aufmerksam. Auf seiner Debüt-EP „Many Faces Out Of Focus“ besticht der junge Brite mit einem sorgfältig konstruierten Durcheinander aus handgemachten Rhythmen, tief gehenden Synth-Melodien, unkenntlich gemachten Geräusch-Schnipseln und wilden Sound-Effekten.

Nachdem auch seine Remixe (u.a. für die beiden Ninja Tune Künstler Fink und Bonobo) immer wieder für Verblüffung sorgen, nimmt ihn Chiptune-Mastermind Flying Lotus unter seine Fittiche. Im Gegensatz zu den Jazzattitüden seines Mentors bringt Lapalux schwere, zerstückelte Beats mit atmosphärischen Vocals in Verbindung - ganz im Sinne des melancholischen Genreentwurfs. So erscheint im Februar 2012 auf Brainfeeder die 7-Track starke EP „When You’re Gone“, und der allgemeine Favorit dürfte wohl „Moments“ sein, eine Kooperation mit der Londoner Sängerin Py.

Die dezent jazzigen Texturen mit elektrisierenden Downtempobeats und souligen Vocals sind der perfekte Soundtrack für ein sonniges Wochenende. Mit seinem Debütalbum „Nostalchic“ erkundet er 2013 ein Terrain zwischen Electronica, weitgehend instrumentalem Future R’n’B und weiteren Spielarten urbaner, synthschwanger-elektronischer Musik mit zerhacktem Funk-Einfluss.

Da passt es ganz gut, dass der gute Mann jeden seiner Tracks als eigenständigen Planeten ansieht, in dessen Atmosphäre man sich verlieren kann. Um diese Orientierungslosigkeit perfekt zu machen, wurden einige Parts noch durch analoge Tonbandgeräte gejagt und mit gesammelten Alltagsgeräuschen verquirlt. Besonders Lapalux’ Spiel mit der menschlichen Stimme, die er deformiert in seine Tracks einbaut, sorgt dafür, dass es nichts zu verstehen gibt. Es geht um’s Fühlen - das ist der Trick!

Auf dem Nachfolger „Lustmore” breitet er erneut ein verspultes Soundspektrum im Spannungsfeld zwischen Melodik und Melancholie aus. Im Fokus der 13 Tracks steht dabei oft – allem Futurismus zum Trotz – ein gutes altes E-Piano. Skizzenhaft legen sich darüber immer wieder Vocal-Passagen (bevorzugtes Motiv: Andreya Triana) und Drums, die immer wieder die Perspektive verschieben.

Diese Musik basiert auf dem Erlebnis eines vorübergehenden „Halb-Traum Halb-Wach” Zustandes, den Stuart Howard mit seinen infektiösen Rhythmen, gefühlvollen Texten und ungewöhnlichen Melodien gekonnt inszeniert. Wenige Größen der Beat-Avantgardisten bieten im Moment eine so stimmige Sound-Palette wie Lapalux.


Lapalux

(Brainfeeder/UK) Electronica

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